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Toxoplasmose bei Eichhörnchen
Andreas Fuchs THP
Wie alle Nagetiere fällt auch das Eichhörnchen unter die Kategorie der bevorzugten Zwischenwirte des Toxoplasmose-Erregers (Toxoplasma gondii). In diesem Sinne sind Eichhörnchen besonders empfänglich für diesen Parasiten. Eichhörnchen zählen, wenn auch nicht primär, zu den Beutetieren der Katzen (somit auch der einheimischen Wildkatzen), den Endwirten des Parasiten.

Toxoplasma gondii wird von den Eichhörnchen oral über verunreinigte Früchte, verseuchtes Wasser und mit Parasiten belastete Böden aufgenommen. Zur Verunreinigung kommt es durch den Kot der Endwirte. Da der Parasit Jahre in der Umwelt überleben kann, wird er auf natürlichem Weg durch Umbau des Kots zu Humus in den Wachstumszyklus der Pflanzen eingeschleust. Eichhörnchen fressen schließlich keinen Katzenkot, sie infizieren sich indirekt über den beschriebenen Wachstumszyklus der Pflanzen.
Während seines Aufenthaltes in der Außenwelt ist der Parasit auch nicht untätig. Dieser Zeitraum gehört zu seinem Entwicklungszyklus. Er vermehrt sich ungeschlechtlich und bildet so genannte Sporozoiten, die eigentliche Infektionsquelle des Einzellers.

Nachdem der Parasit oral aufgenommen wurde, kommt es zum Befall der Darmzellen, in denen sich der Parasit unter Bildung von Pseudozysten ungeschlechtlich vermehrt. Er lebt und vermehrt sich also innerhalb einer Zelle (intrazellulär). Letztendlich hinterlässt der sich ständig teilende Parasit nur noch eine Zellhülle (die Pseudozyste), die irgendwann platzt und die darin enthaltenen Parasiten werden über Blut- und Lymphwege zu anderen Zellen transportiert. Offensichtlich bevorzugt T. gondii dabei Zellen von gut durchbluteten Organen wie Muskeln, Lunge und Gehirn. Auch hier schreitet der Prozess wie in den Darmzellen fort, wobei das gesamte Organgewebe betroffen ist und sich schließlich richtige Gewebezysten (mit Flüssigkeit gefüllte Kapseln) bilden.

Es ist somit gut nachvollziehbar, dass ein Eichhörnchen, in dessen Organgewebe sich bereits Zysten bilden, eine leichte Beute darstellt. Aus Sicht des Parasiten ist das vorteilhaft. Er will ja den Zwischenwirt Eichhörnchen verlassen, um zu seinem Endwirt Katze zu gelangen. Natürlich werden Eichhörnchen auch von Greifvögeln, Mardern usw. erbeutet, aber sie sind Fehlwirte, denn nur in Katzen kann der Entwicklungszyklus des Parasiten vollendet werden.

Infizierte Eichhörnchen scheiden den Parasiten übrigens nicht über den Kot aus. Alleine Katzen können als Endwirte zu Ausscheidern werden.


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